
[LBM2025] Leipziger Buchmesse – Sonntag, 30.03.2025
Und schon war wieder der Sonntag gekommen und der letzte Tag auf der Buchmesse brach an. Wie schnell die Zeit immer vergeht. Dank des neuen Einlasskonzeptes und des auch deutlich geringeren Besucheransturms waren wir heute schon vor Zehn Uhr in der Glashalle. So konnten wir uns in aller Ruhe einen Platz am Stand von ARD/ ZDF und 3Sat suchen. Hier sollte um 10 Uhr der Vater des Sams, Paul Maar, sein neues Mini-Sams präsentieren. Der 88-jährige Paul Maar erwies sich als äußerst sympathischer Mensch. Vor allem, als er erzählte, dass er eigentlich beschlossen hatte, dass nach 11 Büchern über das Sams nun wirklich Schluss sein sollte. Aber, das Sams fehlte ihm und da er mit dem Sams aber wirklich Schluss gemacht hatte, erfand er nun das Mini-Sams. Da dürfen wir also gespannt auf viele weitere tolle Geschichten aus dem Sams-Universum sein.

Der neue Band heißt nun also „Das Mini-Sams ist weg“
Klappentext:
In der Sams-Welt gibt es ein großes Geheimnis: Ganz weit hinten am Rande der Wiese, auf der die Samse genüsslich auf ihren Kürbissen lümmeln, steht eine geheimnisvolle Felsmauer. Niemand weiß genau, was sich hinter ihr verbirgt. Das Pauker-Sams findet es dort viel zu gefährlich. Aber da kennt es das Mini-Sams nicht, das plötzlich spurlos verschwunden ist. So macht sich das Taschenbier-Sams gemeinsam mit Ralfer, dem blauen Drachen, auf eine abenteuerliche Suche nach seinem kleinen Freund. Werden sie das Mini-Sams finden?
Ich denke, wir dürfen gespannt sein, was Paul Maar noch alles für Geschichten rund um das Mini-Sams erfindet.
Eine Buchmesse ohne Selfie von uns Dreien geht natürlich auch nicht. Also, her ist das obligatorische Buchmesse-Selfie:

Weiter ging es zunächst zur Deutschen Bundesbank und dann zum Deutschen Bundestag. Bei der Bundesbank konnten wir ein Quiz mitmachen und einiges über Falschgeld lernen. Wir haben es geschafft, die Scheine richtig zu sortieren. Eine sehr nette Mitarbeiterin dort hat uns noch ganz viel über die Bundesbank erzäht. Das war echt spannend. Weiter ging es zum Bundestag. Ein Mal hinter dem Rednerpult stehen muss ja auch sein 😉

Natürlich haben wir uns auch nicht nehmen lassen, am Stand des Gastlandes Notwegen zu stöbern. Eigentlich wollte ich die Autor Trude Teige sehen und hören. Ich glaube, es gab insgesamt drei Termine, aber jedes Mal war es unglaublich voll, so dass wir diese Autorin leider auslassen mussten.
Weiter ging es zu einer Lesung des Autors Guido Lange, der auf jeden Fall mit seinem Bericht zu seinem Buch „Abenteuer Skandinavien: Dänemark, Schweden, Finnland mit dem Rennrad“ auf unserer Liste der Autoren, die wir gerne live sehen wollten, stand. Guido Lange las aus seinem Buch vor und machte definitiv Lust auf mehr. Ein interessanter, heiterer Reisebericht eines Menschen, der sich selbst als Abenteurer bezeichnet und definitiv auch über sich selbst lachen kann. Sehr sympathisch.

Klappentext:
Das Abenteuer Skandinavien führte Guido mit dem Rennrad durch Dänemark, Schweden und Finnland. Ab Flensburg über die Inseln Fünen, Langeland, Lolland, Falster und Seeland bis nach Kopenhagen und Malmö. Von dort ging es entlang der Ostseeküste durch dir Provinzen Skåne, Blekinge, Kalmar, Östergötland, Södermanland, Stockholöm, Uppsala, Gävleborg, Västernorrland, nach Umeå im Norden Schwedens. Anschließend an die Überfahrt nach Vaasa in Finnland, fuhr er entlang des Bottnischen Meerbusens nach Kristinestad, Pori, Rauma bis Turku und weiter zum Ziel in Helsinki.
Er erlebte Menschen, die im Einklang mit der Natur friedlich zusammen leben und wo er stets willkommen war. Er sah die weiten Felder, die Schärenlandschaften und wilde Wälder. Die kleinen und großen Städte boten viel Kultur und ideale Unterkünfte vom Hostel bis zur einsamen Hütte. Buchten, Flüsse, und Anhöhen boten die meisten Fotomotive, wie natürlich auch die Hauptstädte. In schneller Fahrt mit leichtem Gepäck schaffte er im Schnitt 120 km pro Tag und erlebte eine gute Balance zwischen sportlicher Herausforderung, und Abenteuer, bei dem er Land und Leute kennen lernte.
Im Anschluss an die Lesung von Guido Lange sollte hier auch der Gedankenleser Thorsten Havener sein aktuelles Buch präsentieren. Es wurde weniger eine Buchvorstellung, als ein sehr spannender Vortrag. Es war wirklich ein Erlebnis, denn bei einigen Übungen durften wir alle mitmachen und es war spannend, zu sehen, was passiert. Uns hat die Präsentation gut gefallen, denn es war kurzweilig, fesselnd und informativ. Ich denke, es lohnt sich, mal eine Show von Thorsten Havener zu besuchen. Leider finden die nächsten Termine alle nicht in unserer Nähe statt.

Während wir Mama schonmal in einem Forum für eine gleich kommende Lesung von Alexander Krützfeldt parkten, hatten Annka und ich ein Erlebnis der dritten Art, aber auch lustig und nett. Wir schlenderten noch ein bisschen durch die Halle, als vor uns plötzlich Christian Anders auftauchte. Wer mich näher kennt weiß, dass mein Musikgeschmack nicht massenkompatibel in meiner Altersgruppe ist, sondern eher so bei den Menschen 70+ oder so. Also, ich mag die Musik von Christian Anders. Ich war natürlich wieder mit mir am hadern, ob ich ihn wegen einer Signatur in meinem Buch anspreche, während Annka (immer viel mutiger als ich) mich quasi mitschleifte. Gut, gesagt getan und wir fragten nach einem Autogramm. Ich versuche es mal kurz zu machen. Auf sehr charmante Art und Weise quatschte er uns dann eines seiner Bücher an, das wir eigentlich gar nicht haben wollten, aber dann doch gekauft haben, weil wir aus der Nummer irgendwie nicht wieder raus kamen *lach*. Während er mein Notizbuch signierte fragte er, ob wir „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“ kennen. Selbstverständlich kennen wir das. Er fragte dann weiter, ob er es für uns singen soll. Selbstverständlich auch das. Und? Was passierte? Christian Anders holte seine Gitarre hervor und sang nur für uns „Es fährt ein Zug nach nirgendwo“. Ahhhhh so toll. Während er sang ,blieben dann noch 3 oder 4 Leute stehen. Das war schon echt cool. Das Einzige, was uns total leid tat war, dass Mama nicht dabei war. Aber Annka hat es für sie gefilmt. Ein echt crazy Moment kann ich euch sagen.

Danach ging es dann wirklich zur Lesung von Alexander Krützfeld. Wir hatten uns unter dem Titel des Buches was anderes vorgestellt, aber der Autor war mega sympathisch und es war auch wirklich kurzweilig.

Gib mir das. Ich kann das. So, jetzt ist es kaputt.: Geschichten über das Leben, das Scheitern und das Weitermachen
Klappentext:
Wer renoviert schon als handwerklicher Volllaie ein Haus – nur mit YouTube-Tutorials? Wer macht den Fehler, wenn man schon dreimal durch den Führerschein gefallen ist und meldet sich zum Motorradführerschein an? Und zwar bei exakt jenem Fahrlehrer, der einen vor 20 Jahren so oft hat durchfallen lassen? Unser Autor!
Schlimmer geht immer, könnte man sagen – und Alexander Krützfeldt ist schon so oft auf die Nase gefallen, dass es beim Zuschauen wehtut. Dafür hat er es aber weit gebracht: zum ZeitMagazin, zur Süddeutschen Zeitung und zur Frankfurter Allgemeine Zeitung, für die er als Kolumnist schreibt. Über das persönliche Scheitern. Berührend, bedrückend, ehrlich – und wahnsinnig lustig.
Auf dem Weg zur nächsten Lesung, der von Julia Kuhn, die ihr neues Buch „Royals of nightfall – Dämonenfluch“ vorstellen wollte, kamen wir noch ganz spontan am Stand von Fischer Sauerländer vorbei, wo Franzi Kopka nach ihrer Signierstunde noch saß, da sie noch Bücher zum Verkaufen signieren sollte. Ich habe sie einfach angequatscht, denn Franzi ist unglaublich sympathisch und ich habe alle ihre Bücher gelesen. Eine Signatur in mein Notizbuch und ein gemeinsames Foto waren gar kein Problem.



Am Stand von Ann-Kathrin Wasle, von der ich schon das Buch „Rungholt“ gelesen habe, habe ich mir dann noch ihr Buch „Das Lied des Gaukelspielers“ gekauft. Ich bin gespannt, ob das Buch genauso gut ist, wie „Rungholt“, dass ich wirklich sehr mochte.


Klappentext:
Deutschland zu Beginn des Dreißigjährigen Kriegs: Ohne jede Erinnerung erwacht Balthasar als einziger Überlebender in einem Dorf voller Leichen. Schnell wird ihm klar, dass er über magische Kräfte verfügt, die es ihm erlauben, über andere Menschen zu bestimmen und ihre tiefsten Geheimnisse zu ergründen. Nichts bleibt seinem durchdringenden Blick verschlossen – nichts außer dem Geheimnis um seine eigene Vergangenheit.
Einsam macht er sich auf den Weg durch die vom Krieg zerrissenen Lande, in der Hoffnung, auf diese Weise seinem eigenen Schicksal auf die Spur zu kommen. Dabei durchstreift er die Geschichten anderer Menschen, ohne für sie jemals mehr als ein Außenstehender zu sein. So zieht Balthasar vom pestgeplagten Venedig bis zum wilden Tanz der Walpurgisnacht, um Antworten auf seine Fragen zu finden – Fragen nach Verantwortung, nach seiner eigenen Moral und nach der Macht, die er so ungebeten in Händen hält.
Nun ging es aber weiter zur Lesung von Julia Kuhn, die wirklich die letzte Veranstaltung für diese Messe sein sollte. Julia erzählte sehr kurzweilig über das Buch (der erste Band einer Trilogie, deren Bände aber unabhängig voneinander gelesen werden können) und ihre Liebe zu London. Das Buch habe ich mir dann natürlich auch signieren lassen. Das wird jetzt als Erstes gelesen.


Klappentext:
Kaum jemand weiß über die britische Königsfamilie so gut Bescheid wie Felicia. Als Royal Secret Girl bloggt sie täglich über die Ups und Downs im Buckingham Palace und begeistert Hunderttausende von Fans. Doch dann wird Felicia mitten in London von einem Dämon angegriffen und kommt nur knapp mit dem Leben davon. Glück im Unglück, denn ihr geheimnisvoller Retter lässt beim Kampf mit der Kreatur ein Amulett fallen, das Felicia hinter das bestgehütete Geheimnis der Stadt bringt: Die Royal Guards sind in Wahrheit Londons Dämonenjäger und ihr Beschützer niemand Geringeres als Prinz Jasper selbst. Ausgerechnet er soll sie nun im Kampf gegen das Übernatürliche ausbilden, nicht ahnend, wer Felicia wirklich ist …
Es ist ein Buch aus dem Carlsen Verlag und es hat soooo einen schönen Farbschnitt!
Das war es. Drei unglaublich tolle Messetage mit meiner Mutter und meiner Schwester gehen zu Ende. Ich war sehr stark und habe nur 4 Bücher gekauft. Naja… 5 Bücher wenn man das Buch, dass ich eigentlich gar icht kaufen wollte, mitzählt. Ich zeige euch hier aber nochmal meine Ausbeute der Vier. Die werden alle im April gelesen.

Und nun heißt es „Bye, bye“! Wir sehen uns im nächsten Jahr zur Leipziger Buchmesse 2026. Unser Zimmer ist selbstverständlich schon wieder reserviert.

