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[Rezension] Invalidum (1): Gefährliche Perfektion – Phillippa Penn
AnzeigeTitel: Invalidum – Gefährliche Perfektion
Reihe: Eugenica-Reihe; Band 1
Autorin: Phillippa Penn
Verlag: Selfpublishing
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 381Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Ausgefeiltes Gen-Design sorgt dafür, dass jedes Baby perfekt ist. Doch was, wenn etwas schiefgeht?
Linn liebt es als Geburtshelferin die Neugeborenen zu versorgen. Doch dann muss die 17-Jährige erfahren, welches Schicksal einem Kind droht, das nicht der Norm entspricht …Runa steht vor einer großen Herausforderung: der Aufnahme in die renommierte Lamarck-Akademie. Doch die Prüfung, die sie dafür bestehen muss, ist nicht, was die junge Studienanwärterin erwartet hätte …Beide blicken hinter die Maske ihrer scheinbar makellosen Welt und entdecken ein Geheimnis, das alles verändert.Rezension:
Das Buch ist auf Empfehlung von Steffi von Angeltearz liest bei mir eingezogen und ich habe es keine Minute bereut, ihrer Empfehlung gefolgt zu sein. Ich konnte das Buch kaum aus der Hand legen.
Wir befinden uns in einer doch etwas weiter entfernten Zukunft. Die Menschen haben die Krankheiten, Behinderungen, Unzulänglichkeiten weitgehend besiegt. Babys werden zwar noch normal ausgetragen, aber nicht mehr normal gezeugt. Ein neues Baby wird nach den Wünschen der Eltern designt, damit es auch ja keinen Makel hat. Menschen mit einem Makel werden Invalidum gennant. Niemand möchte ein Invalidum sein.
Schon als ich den Klappentext las fand ich, dass dies eine ganz grausige Vorstellung ist und beim lesen des Buches verfestigte sich dieser Gedanke. Menschen, die nicht der perfekten Norm entsprechen sind Invaliduen und können von den Eltern zu Versuchszwecken an die Forschung übergeben werden. Über die normale Bevölkerung erfahren wir wenig, aber Wissenschaftler scheinen da nicht so zimperlich zu sein.
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[Rezension] Rat der Neun: Gezeichnet – Veronica Roth
AnzeigeTitel: Gezeichnet
Reihe: Rat der neun; Band 1
Autorin: Veronica Roth
Verlag: cbj (Hardcover), blanvalet (Taschenbuch)
Erscheinungsjahr: 2017 (Hardcover), 2018 (Taschenbuch)
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 640Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Eigentlich ist Blut ja dicker als Wasser. Auch für Cyra. Jahrelang stand sie loyal zu ihrem Bruder, der als brutaler Despot über ihr Volk herrscht. Sie war seine gefährlichste Killerin. Bekannt und gefürchtet, durch bloße Berührung Schmerz und Tod zu bringen, verleiht ihr diese Gabe nicht nur große Macht, sie ist auch ein Fluch, den Cyra nur zu gerne loswerden würde. Doch als ihr Bruder den Mann, den sie liebt, vor ihren Augen foltert, reichen die Blutsbande nicht mehr. Cyra schließt sich einer Gruppe Rebellen an. Fest entschlossen, der Tyrannei ihres Bruders ein Ende zu setzen, wird sie zu seiner größten Feindin …
Rezension:
Das Buch lag schon ewig auf meinem SuB, da ich von Veronica Roth schon die Reihe „Die Bestimmung“ gelesen habe und begeistert war. Wie es dann so ist, liegt ein Buch doch manchmal länger, als es sollte. Nun habe ich endlich zum ersten Band um den Rat der Neun gegriffen.
Zunächst muss ich sagen, dass ich den Titel nicht so ganz nachvollziehen kann. Ja, es gibt einen Rat der Neun in diesem Buch, aber irgendwie kommt dieser so gut wie nicht vor. Warum also dieser Titel? „Gezeichnet“, der Untertitel, passt da schon deutlich besser.
Hauptpersonen sind Akos und Cyra, wobei die Geschichte aus beiden Perspektiven erzählt wird. Die Autorin macht es dem Leser somit einfach, in beide Figuren einzutauchen. Akos Perspektive ist der allwissende Erzähler, Cyra verfolgen wir in der Ich-Perspektive. Ich muss tatsächlich sagen, dass dies einen Unterschied macht. Mit Cyra konnte ich mich deutlich besser identifizieren und mich besser in sie hineinfühlen, als in Akos.
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[Rezension] Eve of Man: Die letzte Frau – Giovanna und Tom Fletcher
AnzeigeTitel: Die letzte Frau
Reihe: Eve of Man; Band 1
Autoren: Giovanna und Tom Fletcher
Verlag: dtv Hanser
Erscheinungsjahr: 2019
Einband: Hardcover, ebook
Seitenanzahl: 448Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Sie ist die letzte Frau. Das Schicksal der Menschheit liegt in ihren Händen: EVESie ist die Antwort auf alle Gebete der Welt, die Hoffnung auf den Fortbestand der Menschheit: Nach einem halben Jahrhundert wird endlich wieder ein Mädchen geboren – Eve. Isoliert von der Außenwelt wächst sie in einem goldenen Käfig auf. Jetzt, mit 16 Jahren, soll sie aus drei Kandidaten ihren Partner wählen. Eve war sich ihrer Verantwortung immer bewusst und hat widerspruchlos die schwere Bürde für den Fortbestand der Menschheit getragen. Doch nun trifft sie Bram, und die Zweifel an der Aufrichtigkeit der Motive ihrer »Beschützer« wachsen. Eve will die Wahrheit wissen, über die Welt, über ihre Familie, über die Liebe, die sie für Bram fühlt. Sie will Kontrolle über ihr Leben, sie will Freiheit. Doch darf sie für ihr privates Glück die Zukunft der Menschheit aufs Spiel setzen?
Rezension:
Dieses Buch habe ich mir gleich beim Erscheinen gekauft, aber wie es dann manchmal so ist, sprach es mich plötzlich als es zuhause lag, doch nicht so richtig an. Nun habe ich es zur Hand genommen und kann nicht verstehen, dass ich so lange gewartet habe. Die Geschichte ist so packend, dass ich sie innerhalb von nur 2 Tagen gelesen habe.
Zuerst habe ich das Buch eher als spannende Dystopie gelesen, aber nach und nach taucht man immer tiefer ins Eves Geschichte ein und fängt an, nachzudenken. Was ist, wenn das Überleben der gesamten Menschheit von nur einem einzigen Menschen abhängt? Muss das eigene Glück, der eigene Wille dann hinter dem Gesamtplan zurückstehen? Hat man dann plötzlich das Recht auf einen eigenen Willen verwirkt? Ganz schwierige Frage für Menschen, die es gewohnt sind, dass sie alle Freiheiten haben, ihr Leben selbstbestimmt zu leben. Hört das Selbstbestimmungsrecht da auf, wo es um das Überleben der Rasse geht? Ich bin so in meiner Haltung geschwankt. Einerseits… es hängt alles von Eve ab. Sie muss Mädchen gebären, wenn die Menschheit nicht in wenigen Jahren ausgestorben sein soll. Andererseits. Sie ist ein Individuum und hat ein Recht darauf, über sich, über ihren Körper zu bestimmen. Oder vielleicht doch nicht?
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[Rezension] Vox – Christina Dalcher
AnzeigeTitel: Vox
Reihe: Einzelband
Autorin: Christina Dalcher
Verlag: Fischer Verlage
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Hardcover
Seitenanzahl: 400Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
In einer Welt, in der Frauen nur hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, bricht eine das Gesetz. Das provozierende Überraschungsdebüt aus den USA, über das niemand schweigen wird!
Als die neue Regierung anordnet, dass Frauen ab sofort nicht mehr als hundert Wörter am Tag sprechen dürfen, will Jean McClellan diese wahnwitzige Nachricht nicht wahrhaben – das kann nicht passieren. Nicht im 21. Jahrhundert. Nicht in Amerika. Nicht ihr.
Das ist der Anfang.
Schon bald kann Jean ihren Beruf als Wissenschaftlerin nicht länger ausüben. Schon bald wird ihrer Tochter Sonia in der Schule nicht länger Lesen und Schreiben beigebracht. Sie und alle Mädchen und Frauen werden ihres Stimmrechts, ihres Lebensmuts, ihrer Träume beraubt.
Aber das ist nicht das Ende.
Für Sonia und alle entmündigten Frauen will Jean sich ihre Stimme zurückerkämpfen.
Rezension:
Ich muss gestehen, dass mir dieses Buch wirklich an die Nieren gegangen ist. Ich war schon nach wenigen Seiten total in der Geschichte gefangen und litt mit Jean. Was für eine grausame Vorstellung, nur noch 100 Wörter am Tag sprechen zu dürfen, sein Kind nicht trösten zu können, wenn es aus einem Albtraum erwacht, weil man keine Wörter mehr zur Verfügung hat. Der Schreibstil von Christina Dalcher ist so eindringlich, dass ich mich richtig gegruselt habe.
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[Rezension] Cat & Cole (1): Die letzte Generation – Emily Suvada
AnzeigeTitel: Die letzte Generation
Reihe: Cat & Cole; Band 1
Autorin: Emily Suvada
Verlag: Planet! (Thienemann_Esslinger)
Erscheinungsjahr: 2018
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 480Meine Wertung: 3 Federn
Klappentext:
1 Milliarde Leben am Abgrund. 2 Menschen, die sie retten können. 1 Geheimnis, versteckt in ihrer DNA.
Krankheiten, Schönheitsmakel, körperliche Einschränkungen: von der Erde gelöscht! Mensch und Technik sind verschmolzen, jeder trägt ein Panel in sich, das den eigenen Körper perfektioniert. Fast! Eine mörderische Seuche ist ausgebrochen, und nur eine einzige Person auf der Welt ist fähig, den Impfstoff zu entschlüsseln – Catarina Agatta.
Gemeinsam mit Cole, dessen Körper gentechnisch verändert wurde, kommt die geniale Hackerin Cat einer Wahrheit näher, die grausamer ist als jedes tödliche Virus!Rezension:
Ich habe mich so unendlich schwergetan mit diesem Buch. Die Geschichte an sich ist eigentlich spannend und gut aufgebaut, aber die vielen technischen Begriffe haben mich irgendwie überfordert. Ich muss gestehen, dass ich bis zum Ende nicht so richtig durchgestiegen bin, wie die Welt, in der Cat & Cole leben, funktioniert, wie die Panels wirklich funktionieren, warum es die Menschen mit Hypergenese gibt und wie Cartaxus entstanden ist und was für eine Rolle sie insgesamt auf der Welt spielen.
Wie geht es der Welt insgesamt überhaupt? Es scheint, als würde es nur noch rund 100.000 Menschen geben oder so. Die rund 80.000 im Bunker und die paar außerhalb des Bunkers. Ich fand die Geschichte dadurch, dass ich die technischen und medizinischen Zusammenhänge manchmal nicht begriffen habe, relativ zäh. Ich hatte irgendwie immer das Gefühl, dass ich schon unendlich viele Seiten gelesen habe und dann war ich wieder nur 3 oder 4 Seiten vorwärtsgekommen. Nachdem ich die Hälfte geschafft hatte, nahm die Geschichte zumindest etwas an Fahrt auf. Die Ereignisse überschlagen sich nicht, aber schreiten zügig voran. Die letzten rund 60 Seiten sind wirklich ziemlich genial. Eine sehr unerwartete Wendung und einige Erklärungen, die die Geschichte rund machen.
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[Rezension] Warrior Lover: Verox – Inka Loreen Minden
AnzeigeTitel: Verox
Reihe: Warrior Lover; Band 12
Autorin: Inka Loreen Minden
Verlag: ohne
Erscheinungsjahr: 2017
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 360
Meine Wertung: 4 Federn
Klappentext:
Die Siedlerin Skye hat seit Jahren denselben Traum: Als junge Frau rettet sie dem Warrior »Nummer drei« das Leben, als sie ihn halb verdurstet und schwer verletzt in der Wüste findet. Obwohl sie ihn für einen feindlichen Krieger aus Royal City hält und ihn am liebsten töten möchte, pflegt sie ihn gesund.
Erst Jahre später wird Skye bewusst, dass ihr Traum real war: Aus »Drei« ist Verox geworden, der Anführer einer Bande von Plünderern. Als sich ihre Wege erneut kreuzen, entführt er Skye und hält sie in seinem Versteck gefangen. Nun weiß sie, warum sie den Warrior damals retten musste und die Erinnerung daran so verschwommen ist: Der gefährliche Mann besitzt eine besondere Gabe, mit der er sich jeden untertan machen kann. Wird er Skye erneut seinen Willen aufzwingen?
Rezension:
Mit Verox legt Inka Loreen Minden den letzten Band ihrer Warrior Lover Reihe vor. Ja, ich habe sie alle gelesen und ich bin begeistert. Eine erotische Dystopie, die mit einer spannenden Handlung daher kommt und, wie man es von dieser Autorin gewohnt ist, mit sehr niveauvollen erotischen Szenen, die die Handlung perfekt ergänzen. Das ist das, was ich an Inka am allerliebsten mag, dass sie nie den Pfad des Niveauvollen verlässt. Nimmt man ein Buch von ihr zu Hand, dann kann man sich darauf immer verlassen.
Verox ist ein Bruder von Flame und früher als „Drei“ bekannt gewesen. Auch er hat aufgrund seiner Erlebnisse Probleme damit, wieder Vertrauen in andere Menschen aufzubauen. Von daher ähneln sich die Geschichten von Flame und Verox ein bisschen und sind doch so verschieden. Auch Verox hat PSI-Kräfte, die er allerdings jetzt, nachdem er aus der Forschungseinrichtung entkommen ist, zumindest halbwegs zum Guten einsetzt. Ganz wunderbar fand ich die Szene, in der Flame Verox erlaubt, in seinen Kopf zu schauen. Auch wenn das, solange man es nicht selbst gelesen hat, schwer nachvollziehbar ist. Diese unschuldige Intimität zwischen den beiden Männern war sehr berührend. Ich denke, dass dieser Moment der Anfang einer großartigen Freundschaft war.