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[Rezension] Ankerherzen (2): Wer nicht lieben will, muss fühlen – Cara Feuersänger
Titel: Wer nicht lieben will, muss fühlen
Reihe: Ankerherzen; Band 2
Autorin: Cara Feuersänger
Verlag: Saga Egmont
Erscheinungsjahr: 2024
Einband: Taschenbuch
Seitenanzahl: 299
Meine Wertung: 3 SterneKlappentext:
Taucht der eigene Freund in fremden Betten auf, ist es Zeit für einen Neuanfang. Nach dem abrupten Ende ihrer Beziehung beschließt Joanne, zu ihrer Cousine Cate nach Hamburg zu ziehen. Vielleicht weht die steife Brise ja den ein oder anderen Traummann herbei? Und womöglich weiß Cate mehr über den Tag, als Joannes Mutter spurlos verschwand und ihre kleine Tochter einfach zurückließ. Doch Joannes Neuanfang hat Startprobleme. Im Dating-Dschungel hangelt sie sich von einer Panne zur nächsten. Und auch die Spur ihrer Mutter verläuft im Sand. Bis ausgerechnet Dating-Flop Chris den Glückskurs wechselt: Der stille IT’ler mit den tiefblauen Augen schlägt einen Segeltörn entlang der Nordseeküste vor. Mit an Bord? Ein ganz besonderes Crew-Mitglied …
Rezension:
Von Band 1 war ich damals ja total begeistert (meine Rezension), von daher freute ich mich nun auf Band 2, der von Joanne, der Cousine der Protagonistin Cate aus Band 1, handelt. Leider konnte mich Band 2 nicht so sehr überzeugen.
Zuerst hat mir die Geschichte ganz gut gefallen. Joanne ist eine liebenswürdige Protagonistin, was sich vor allem auf den ersten Seiten, im Zusammenspiel mit einer alten Dame, Frau Flanagan, zeigt. Im weiteren Verlauf kam sie mir aber zunehmend unsicher und irgendwie auch ein bisschen naiv vor.
Zuerst geht es vor allem ums Joannes Ankommen in Hamburg. Sie findet schnell Anschluss, findet einen passablen Job, der ihr Spaß zu machen scheint. Das Leben könnte irgendwie ganz nett sein, wenn man das so von außen betrachtet. Über weite Teile des Buches liegt der Fokus gar nicht auf dem eigentlichen Hauptthema, nämlich dem Suchen von Joannes Mutter, die sie als Baby verlassen hat, sondern eher auf dem Aufbau einer Community in Hamburg und auf der Suche nach einigen netten Dates.
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[Rezension] Ankerherzen (1): Gleichung mit zwei Unbekannten – Cara Feuersänger
AnzeigeTitel: Gleichung mit zwei Unbekannten
Reihe: Ankerherzen; Band 1
Autorin: Cara Feuersänger
Verlag: Saga Egmont
Erscheinungsjahr: 2022
Einband: Taschenbuch, ebook
Seitenanzahl: 282
Meine Wertung: 5 Federn
Klappentext:
Cate liebt Zahlen. Mit ihren Mitmenschen hat sie dagegen Schwierigkeiten – die scheinen sie irgendwie immer falsch zu verstehen. Darum schottet Cate sich ab, konzentriert sich auf ihre Karriere bei einer Hamburger Bank und genießt den Luxus ihrer schönen aber sterilen Wohnung in der Hafencity. Cates Leben ist genau so, wie es sein soll: ordentlich, planbar, unter Kontrolle. Bis plötzlich ihre irische Cousine vor der Tür steht – mitsamt einer eigensinnigen Straßenkatze. Der Überraschungsbesuch bringt nicht nur Cates geliebte Wohnung durcheinander, sondern ihr ganzes Leben: Die Bank-Kollegen meutern, ihre Cousine weckt Erinnerungen an ein traumatisches Erlebnis. Und dann ist da noch Matthis, der Cates Herz zu ganz unlogischen Dingen verführt.
Rezension:
Nachdem ich ja an einem Bloggerevent des Saga Egmont Verlages teilgenommen habe, war für mich klar, dass ich „Gleichung mit zwei Unbekannten“ lesen muss. Der Klappentext passte genau in mein Beuteschema und die Geschichte spielt in Hamburg. Da kamen also gleich zwei Dinge zusammen, die mich interessierten. Eine (hoffentlich) tolle Geschichte und Hamburg, das ja bei mir quasi um die Ecke ist. Es ist nächst größere Stadt.
Bei Cate war ich zuerst wirklich extrem zwiegespalten. Mag ich sie? Mag ich sie nicht? Eigentlich mochte ich sie nicht, aber sie tat mir auch irgendwie leid, denn man merkt sehr schnell, dass irgendetwas hinter ihrem merkwürdigen Verhalten steckt. Nach und nach lernen wir Cate aber besser kennen und ich fing an, sie in mein Herz zu schließen. Sie ist nämlich viel sympathischer, als sie die Menschen um sich herum glauben lässt. Ihre Entwicklung fand ich großartig. Cara Feuersänger nimmt Cate ganz behutsam an die Hand und lässt sie an sich selbst wachsen.
Hilfreich sind dabei auf jeden Fall ihre Cousine Joanne und der wunderbare Matthis, der sich durch Cate Art nicht abschrecken lässt, sind dabei extrem hilfreich. An Cate zeigt die Autorin sehr schön auf, was Traumata mit Menschen machen können und dass man eben nicht mal einfach so in der Lage ist, diese abzustreifen. Es kostet viel Arbeit, um über sich selbst hinauszuwachsen und die Vergangenheit wirklich hinter sich zu lassen. Genau dies hat die Autorin sehr behutsam herausgearbeitet.
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Bloggerevent mit Literaturtest und dem Saga Egmont Verlag
Die Agentur Literaturtest und der Saga Egmont Verlag haben gemeinsam ein wunderbares Onlineevent für uns Blogger*innen auf die Beine gestellt. Am 09.03.2022 war es so weit. Annika Grützner von Literaturtest hat uns toll durch das Programm geführt. Tobias (Marketing) und Stefanie (Lektorat) vom Saga Egmont Verlag haben aus ihrem Berufsalltag berichtet und Tess Tjagvad und Alexandra Zöbeli haben sich Zeit genommen, aus ihrem Schreiballtag zu plaudern und ihre Bücher vorzustellen.
Zunächst berichtete Tobi von Saga Egmont Deutschland, dass der Hauptsitz des Verlags in Dänemark angesiedelt ist. Der Saga Egmont Verlag ist ein überwiegend digitaler Verlag, der sich auf E-Books und Hörbücher spezialisiert hat. Nach und nach werden aber auch Taschenbücher ins Programm aufgenommen. Der Schwerpunkt liegt auf Romance und New Adult.
Nun war Tess Tjagvad an der Reihe. Die Autorin lebt in der Nähe von Hamburg und hat bei Saga Egmont ihr Debüt „Ich kann dich fühlen“ herausgebracht. Der zweite Band „Ich kann dich nicht vergessen“ ist bereits in Arbeit. Tess berichtete, dass Musik sie inspiriert, sie beim Schreiben aber nur akustische Musik hören kann, da Songtexte sie zu stark beeinflussen.
Sie berichtete weiter, dass ihre Vorbilder unter anderem Colleen Hoover und Emma Scott sind.
Die Arbeit an ihrem Roman hat auf Wattpad begonnen. Im Mai 2021 bewarb sie sich mit dem Manuskript bei einer Agentur, die sie dann an Saga Egmont vermittelt hat. Die Zusammenarbeit hat ihr große Freude bereitet, wobei für sie das erste Lektorat am aufregendsten war.
Am schwierigsten ist es immer, den Klappentext zu schreiben. Dies bestätigte Tobias, der ausführte, dass Klappentexte schreiben viel Übung bedürfe. Den wesentlichen Inhalt des Buches auf wenigen Sätzen zusammenzufassen, ist eine große Herausforderung.
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[Nostalgie] Pea Jung erinnert sich…
Heute hat sich die Autorin Pea Jung die Zeit genommen, sich an ihr liebstes Jugendbuch zu erinnern. Pea Jung ist eine deutsche Autorin, die in der Nähe von München lebt. Sie schreibt romantische Liebesgeschichten mit Happy End (genau mein Beuteschema). Ich werde mir mal „Sand in den Haaren“ näher anschauen. Aber auch ihre anderen Bücher hören sich sehr interessant an. Bei Forever dem ebook-Verlag von Ullstein hat Pea Jung 2015 das Buch „Superheld fürs Leben gesucht“ veröffentlicht. Der Klappentext liest sich auch ausgesprochen gut. Das sind aber wirklich nur zwei Beispiele von vielen Veröffentlichungen. Wenn ihr Liebesromane mögt, dann stöbert mal auf Peas Homepage und ihrer Facebook-Seite.
Nun aber zum Interview:
Welches war dein liebstes Kinder- oder Jugendbuch?
Ich habe ziemlich viele Bücher in meiner Kindheit gelesen, aber ganz besonders gerne die Buchreihe von Marie Louise Fischer zum kleinen Hausgespenst. Der erste Band heißt: Guten Tag, ich bin das Hausgespenst – es gibt aber noch weitere Bände in der Reihe, die ich nicht mehr alle weiß.
Worum ging es in diesem Buch?
In dem Buch geht es um das Mädchen Monika. Monika zieht mit ihrer Familie in ein altes Haus auf
dem Land und natürlich glaubt sie nicht an Gespenster. Plötzlich geschehen merkwürdige Dinge: Möbel fliegen durchs Zimmer und ein Gemälde wandert von Wand zu Wand. Schließlich lernt Monika den Verursacher kennen. Es handelt sich um ein Gespenst namens Amadeus, der zu seinen Lebzeiten nicht viel älter war als sie. Amadeus bringt Monikas Leben mit Freuden durcheinander. Ich erinnere mich an viele lustige Stellen in der Geschichte, in denen Amadeus mit seiner unverwechselbaren Art und seinem Humor seine Freundin Monika zur Verzweiflung trieb. Nach und nach erfährt man auch viel über seine Herkunft.
Warum hast du es geliebt?
Es war spannend und lustig. Außerdem gefiel mir die Vorstellung, so einen Hausgeist zu haben.
Hast du es noch in deinem Regal stehen?
Nein, leider nicht. Die Bücher wanderten im Rahmen einer großen Räumaktion als Spende auf den Bücherflohmarkt. Wenn ich jetzt so darüber nachdenke, tut mir das leid.
Glaubst du, dass dieses Buch auch heute noch Kinder/ Jugendliche begeistern kann?
Das glaube ich. Leider gibt es die Bücher nicht mehr im Handel. Aber für meinen zehnjährigen Sohn wären sie mit Sicherheit noch interessant. Und irgendwie hat mich dieses Interview neugierig auf die Bücher gemacht. Ich würde sie selbst gerne noch einmal lesen.
Ich habe mich total gefreut, dass Pea dieses Buch ausgesucht hat. Ich muss gestehen, dass ich die Bücher zum kleinen Hausgespenst zwar nicht gelesen habe, aber Marie Louise Fischer hat ja jede Menge Jugendbücher geschrieben und ich habe sie als Jugendliche verschlungen. Ihre Erwachsenenromane mag ich ehrlich gesagt nicht so, aber ihre Jugendbücher waren damals einfach toll. Der Schneiderbuch Verlag war für mich damals sowieso neben dtv der beste Jugendbuchverlag. Kennt ihr Bücher von Marie Louise Fischer?
Ich habe ein bisschen recherchiert und die Hausgespenst-Reihe gibt es auch heute noch und zwar im Saga Egmont Verlag als ebook.
Danke an Pea Jung für das schöne Interview!